digital art
instruction
participative
Performance
site specific
surface
web based

partizipative Performance, site-specific

2026

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Die Performance Hinder (2026) operiert an der Grenze zwischen digitalem und analogem Raum: To hinder (engl.) heißt hindern, verhindern. Das in einen Kunstraum eintretende Publikum findet sich einer Wand von Menschen in elastischen grünen Ganzkörperanzügen gegenüber, die den Eintritt erschweren, wenn nicht verhindern. Wie reagieren wir? Nehmen wir sie als Hindernis wahr und schieben sie zur Seite, um eintreten zu können? Oder irritiert uns die Phalanx so, dass wir nicht eintreten? Geben uns vielleicht die auf den Anzügen aufgedruckten QR-Codes Informationen, wie mit diesen menschlichen Hindernissen umzugehen ist? Klicken wir sie an, landen wir auf Dating-Profilen. Für die Situation Eintritt ja oder nein bringt uns das zwar nicht weiter, aber man assoziiert unschwer über den ähnlich lautenden Titel hinder die Digitalplattform Tinder. Auf ihr werden bei der Suche nach einem passenden Partner oder einer Partnerin die Profile, die ansprechen, in die eine, die dies nicht tun, ganz einfach in die entgegen gesetzte Richtung gewischt. Das Muster des digitalen Raums, das die Künstlerin in den analogen übertragen hat, entlarvt die Radikalität und Rigorosität solcher Plattformen.

(adaptierter Auszug aus dem Text „Von der alltäglichen Verdinglichung unseres Selbst“ von Dr. Marion Thielebein, erschienen im Katalog zur Ausstellung Hier&Jetzt)

Credits: Bild 3 Thomas Häntzschel